Vielfalt, die wächst.

Ackerbau und Agroforst auf dem Frecklinghof.

Landwirtschaftliche Flächen müssen nicht eintönig sein. Auf dem Frecklinghof verbinden wir Ackerbau mit Bäumen, Sträuchern, Kräutern und unterschiedlichen Kulturen. Unser Ziel ist ein vielfältiges landwirtschaftliches System, in dem Pflanzen und Tiere voneinander profitieren und natürliche Kreisläufe gestärkt werden.

Dabei experimentieren wir mit unterschiedlichen Systemen, beobachten, lernen und entwickeln unsere Flächen Schritt für Schritt weiter.

Landwirtschaft trifft Wald.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts ist die Agroforstwirtschaft. Sie verbindet landwirtschaftliche Produktion mit den dynamischen Kreisläufen von Waldökosystemen.

Nuss- und Obstbäume, Beerensträucher, Wildkräuter, mehrjährige Gemüse und Feldfrüchte wachsen in unterschiedlichen Strukturen miteinander. Gleichzeitig werden unsere Nutztiere in das System integriert.

Durch diese Vielfalt sollen positive Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Arten entstehen.

Ein Paradiesgarten braucht Zeit.

Bäume wachsen nicht über Nacht. Sträucher und Stauden brauchen Zeit, bevor sie Erträge liefern. Deshalb ist Agroforst für uns ein langfristiges Projekt.

Schon auf einer ersten Fläche von knapp einem Hektar wurden rund 1.500 Pflanzen gesetzt. Das große Ziel, das bereits im ursprünglichen Konzept des Frecklinghofs formuliert wurde: ein „Paradiesgarten“ auf einer Fläche von fast 90 Hektar.

Ein ambitionierter Weg, der Schritt für Schritt entsteht.

Ackerbau mit möglichst wenig Eingriffen.

Auch unsere Ackerflächen legen wir bewusst kleinstrukturiert an und probieren unterschiedliche Systeme aus.

Dabei gilt ein wichtiger Grundsatz: Wir brechen den Boden nur für Lebensmittel auf, die direkt der menschlichen Ernährung dienen. Futtergetreide bauen wir nicht an.

Gleichzeitig achten wir darauf, die bewirtschafteten Flächen möglichst passend in die umgebende Landschaft zu integrieren.

Beobachten. Lernen. Weiterentwickeln.

Unser Agroforstsystem ist kein fertiges Konzept auf dem Papier. Es wächst mit jedem Baum, jeder Pflanze und mit den Erfahrungen, die wir auf unseren Flächen sammeln. Manches funktioniert wie geplant. Anderes zeigt uns, dass wir neu denken müssen.

Genau darin liegt für uns die Idee einer lebendigen Landwirtschaft: mit der Natur arbeiten, von ihr lernen und den Frecklinghof Stück für Stück weiterentwickeln.